Ein Tag an der Kinderuni

Lichtschalter an – und schon leuchtet die Lampe. Doch wie funktioniert das überhaupt? Und was passiert bei einem Blitzeinschlag? Antworten auf diese Fragen bekamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3/4a und b bei der Kinderuni an der Hochschule Augsburg. Im LEW-Hochspannungssaal erklärte Michael Finkel, Professor für Hochspannungstechnik und energietechnische Anlagen der Hochschule Augsburg, den kleinen Studenten „Hochspannendes“ rund um das Thema Elektrizität. Energiegeladene Experimente, bei denen die Schülerinnen und Schüler auch selbst mitmachen konnten, rundeten die Kindervorlesung ab.

Die Grundschule Emersacker hatte sich im Rahmen des Partnerschulen-Programms der LEW-Bildungsinitiative für den Besuch der Kinderuni beworben – und den Zuschlag erhalten!

 

Was habe ich für eine Handschuhgröße? Wie groß bin ich? Wer ist der Größte in unserer Gruppe? Welcher Gegenstand ist in unserem Klassenzimmer genau einen Meter lang oder breit?

Auf all diese Fragen finden die Tiger der 1/2 a und 1/2 b Antworten. Dies schreiben sie  in einem Längenportfolio, ob selbstständig oder mit Partnern zusammen auf. Da wird eifrig gearbeitet mit Maßband, Meterstab und Lineal. Die Werke lassen sich wahrlich sehen.

 

„Von der Steinzeit zum Hosenspanner“ hieß die Ausstellung im bayrischen Schulmuseum in Ichenhausen, die die Klassen 3/4a und 3/4b mit ihren Lehrerinnen am 19. Dezember 2017 besuchten. Passend zum aktuellen HSU- Thema Steinzeit starteten die Kinder zusammen mit zwei fachkundigen Museumspädagoginnen eine spannende Zeitreise. Sie erfuhren, wie Merkmale des Schulwesens bereits in der Steinzeit zu finden waren. So nahm die menschliche Entwicklung durch bewusste Bearbeitung von Steinen als Werkzeuge und die Weitergabe des Wissens ihren Anfang. Den Schülerinnen und Schülern wurde bewusst, dass sich der Mensch nur durch die Vermittlung von Wissen und Erfahrung weiterentwickeln konnte. Was in der Steinzeit lediglich mündlich erfolgte, wurde im alten Ägypten durch die Verwendung von Schriftzeichen optimiert. Wie damals Hieroglyphen geschrieben wurden, konnten die Kinder nun selbst ausprobieren. „Die Eule und der Adler sitzen auf einem Baum“ oder „Das Mädchen hört wie der Vogel singt“ beispielsweise wurden von den Schülerinnen und Schülern in ägyptische Schriftzeichen umgesetzt. Wer konnte erraten, welcher Satz dahintersteckt?

Über die Schule bei den Griechen und den Römern ging nun die Reise zu einer bahnbrechenden Erfindung im Jahre 1450 durch Johannes Gutenberg: der Buchdruck mit beweglichen Lettern.

Endlich konnte die Produktion von Schriften vereinfacht und Bücher massenhaft vervielfältigt werden. Diese Methode lernten die Kinder kennen, indem sie in der hauseigenen Werkstatt selbst Namen mit Lettern setzen, mit Druckfarbe einstreichen und der sogenannten Nudel walzen durften.

Schlussendlich kamen die Schülerinnen und Schüler im Jahre 1900 an, indem sie ein typisches Klassenzimmer aus dieser Zeit betraten. Die Museumsführerin erklärte, wie es damals zuging: Tintenfässer, Schiefertafel mit Griffel, enge Bänke, bis zu vier Klassen in einem Raum und vor allem absoluter Gehorsam gegenüber der Lehrkraft! Wurde gegen die strengen Regeln verstoßen, gab es um die Jahrhundertwende harte Strafen. In einer nachgespielten Schulstunde konnten sich die Kinder ein Bild von der Schulzeit und deren Umständen damals machen. Auch für die Lehrerinnen war diese Reise in die Vergangenheit sehr interessant, war doch das Berufsbild und das Selbstverständnis des Lehrers früher ein ganz anderes als heute. Bei aller Faszination für die Geschichte des Schulwesens, die in Ichenhausen eindrücklich und kindgerecht vermittelt wurde, waren alle Beteiligten froh, am Ende wieder im Jahre 2017 gelandet zu sein.

 

 

Auf eine spannende Reise begaben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3/4 b in den letzten Wochen. Die Kinder lernten, wie unsere Vorfahren vor ungefähr 2 Millionen Jahren lebten, wo sie wohnten und welche Tiere sie jagten. In der Steinzeit- Werkstatt durften sie selbst ausprobieren, wie Werkzeuge aus Steinen gebaut, Mehl gemahlen, Schmuck hergestellt oder Lederbeutel genäht wurden. Mit Begeisterung gingen sie ans Werk und bekamen dadurch einen Einblick in das Leben der Frühmenschen.

 

Wie schon in den vergangenen Jahren versammelte sich auch heuer wieder die Emersackerer Schulfamilie zur vorweihnachtlichen Feier in der Pfarrkirche St. Martin. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Gäste freuten sich über die Darbietungen der Kinder.

Mit dem Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent" begleitet von einem Flötenchor, und Gedanken zum Advent stimmten die Kinder die Zuhörer auf die sogenannte "staade Zeit" ein. Matthias Stegmiller und Julian Hackl traten als Solisten auf und trugen souverän weihnachtliche Melodien auf ihren Blasintrumenten vor. Der heilige Nikolaus ist eine Lichtgestalt in der Vorweihnachtszeit. Passend dazu sang die Klasse 3/4a das Lied "Der Nikolaus ist hier", das sie mit selbstgebastelten Rhythmusinstrumenten aus Walnussschalen begleiteten.

Mit dem Gedicht "Drei Spatzen" und dem schwungvoll vorgetragenen Lied "Spatzenjanuar" erfreuten die Kinder der Klasse 1/2a das Publikum. Als "Adventsexperten" zeigten sich die Kinder der Klasse 1/2b in ihrem Advents-Rap "A wie Advent und B wie brav sein".

In der Geschichte "Die Sternenkonferenz" erzählte die Klasse 3/4 b, wie es vor der Geburt Jesu unter den Sternen fast zu einem Streit gekommen wäre, weil alle Sterne, die großen, die besonders schnellen, die starken usw. glaubten, nur sie wären geeignet, das neugeborene Jesuskind zu beschützen. Zum Glück hatte der kleinste aller Sterne, die Idee, dass sie sich alle auf den Weg nach Betlehem machen sollten. Zusammen würden sie bestimmt das schönste Sternenbild der Welt sein und so könnten sie mit ihrem gemeinsamen Leuchten Menschen und Tiere auf die helle und frohmachende Botschaft hinweisen.

Mit den Liedern "Stern über Betlehem" und "Wir tragen dein Licht", wieder begleitet von den Flötenkindern, klang die Adventsfeier aus. Sara Kaim und Lilly Seemiller brachten ihre Weihnachtswünsche "I wish you am merry christmas" mit ihrer Querflöte zu Gehör. Die stellvertretende Schulleiterin, Carolin Hienle, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und fleißigen Helfern aus der Elternschar, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben.

Die Bilder stellte uns Herr Martin Lenz zur Verfügung. Vielen Dank!

 

 

 

 

   
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